Wie baue ich mir eine transportable Tauchglocke?
Also, der Grundgedanke der mobilen Tauchglocke liegt darin, dass Taucher nicht ständig zur Oberfläche zurückkehren müssen.
Da manche Sachen in der Handzeichenkommunikation fast unmöglich sind, die Tauchgänge aber immer an verschiedenen Plätzen stattfinden, braucht es eine andere Lösung.
Beispiel:
- Ein Tauchlehrer hat seine Übungen mit den Schülern und taucht zu Erläuterungen ständig zur Oberfläche.
- Ein Feuerwehrtaucher kann sich mit seinen Kollegen austauschen, ohne Funkverbindung.
Wie soll so etwas aussehen?
Der erste Versuch
Eine Poolplane mit 1 m x 1 m x 1 m verschweißt ergab einen Würfel, der an der Unterseite offen ist. Nun wurden die Seitenkanten mit Alurohren (Durchmesser 8 mm) verstärkt, um die Form zu stabilisieren. Es wurden an 2 gegenüberliegenden Seiten 8 Seile montiert, damit das Habitat nach unten befestigt werden kann (Boden, Wrack, …).
Bis dahin war alles okay. Jedoch gab es einen kleinen Rechenfehler in Bezug auf den Auftrieb und darauf, was die Alustangen an Belastung aushalten.
Das Endresultat des Experiments: Die Alustangen sahen aus wie U-Hagerl, und betauchbar war da gar nichts mehr. Die Krönung des Versagers war, dass auch noch das Ablassventil den Geist aufgab und abblies.
Der zweite Versuch
Eine Poolplane mit 1 m x 1 m x 1 m verschweißt ergab wieder einen Würfel, der an der Unterseite offen ist. Diesmal wurden die Seitenkanten mit Gewindestangen (Durchmesser 12 mm) verstärkt, um die Form zu stabilisieren. Es wurden wieder an 2 gegenüberliegenden Seiten 8 Seile montiert, damit das Habitat nach unten befestigt werden kann. Das Ventil wurde an der Feder umgerüstet, um effizienter zu wirken.
Das Resultat des Experiments: Das Unterwasserhabitat wurde an 2 Felsen befestigt, und das Zelt wurde durch einen leichten Stoß aus meinem Oktopus aufgestellt. Der Grundgedanke hat funktioniert – das Habitat stellte sich innerhalb von 2 Sekunden selbstständig auf. Die Glocke wurde nun mit Luft geflutet und konnte von mir auch betaucht werden. Jedoch war es nun an der Plane, Probleme zu machen: Nach weiteren 20 Sekunden Ausblasen der Glocke bekam die Plane einen Riss, der sich innerhalb von Nanosekunden ausbreitete – und die Tauchglocke war gestorben.
Der dritte Versuch
So, da nun die „Blase“ zerstört wurde, musste eine neue her. Also wurde eine neue „Kunststoffglocke“ in Auftrag gegeben. Die Maße sind nun 200×100×70. Dadurch soll das Eintauchen vereinfacht werden. Wie wird nun aber diese Glocke vor dem Zerreißen gesichert? Es wurde ein Netz aus verschiedenen Seilarten geknüpft. Dieses Netz wird über die Glocke gestülpt und an 4 Punkten verankert.
Es muss jetzt nur noch im Wasser erprobt werden. Ich denke jedoch, dass die Chancen nun besser stehen.
Ich halte euch auf dem Laufenden … :-)